Kein Tag steht so sehr für das jahrhundertelange deutsche Ringen um Demokratie wie der 18. März: der Tag der Mainzer Republik 1793, der Revolution von 1848 und der ersten freien Volkskammerwahl in der DDR im Jahr 1990. Daran wollen wir erinnern. Deshalb feiern wir den 18. März als Tag der Demokratiegeschichte.
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erinnert an Menschen, Orte und Momente, die Demokratie möglich gemacht haben. Und daran, dass die Demokratie auch heute unseren Einsatz braucht.
Jetzt das Grußwort des Bundespräsidenten zum Tag der Demokratiegeschichte 2027 ansehen:
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Prolog im Deutschen Bundestag:
Unmittelbar vor dem 18. März gab es zwei Auftaktveranstaltungen im Deutschen Bundestag:
16. März 2026, 18:00 Uhr. Ausstellungseröffnung mit Podiumsgespräch: „Das Volk ist sich seiner selbst bewusst geworden. Die 10. Volkskammer der DDR“. Eröffnung durch den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow. Es diskutieren Dr. Sabine Bergmann-Pohl (Präsidentin der 10. Volkskammer und letztes Staatsoberhaupt der DDR, Bundesministerin a. D. und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft e. V.), Dr. Gregor Gysi (Mitglied der 10. Volkskammer und Mitglied des Deutschen Bundestages) und Markus Meckel (Mitglied der 10. Volkskammer und letzter Außenminister der DDR). Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Mauer-Mahnmal).
17. März 2026, 15:00 Uhr. Öffentliche Diskussion. Forum W: „Demokratie – Geschichte?“. Es diskutieren die Historikerin Sonja Levsen, der Politikwissenschaftler Jens Hacke und der Staatsrechtler Christoph Schönberger. Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Veranstaltungsfoyer).
Ausstellungseröffnung mit Podiumsgespräch: „Das Volk ist sich seiner selbst bewusst geworden. Die 10. Volkskammer der DDR“. Eröffnung durch den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow.
Es diskutieren Dr. Sabine Bergmann-Pohl (Präsidentin der 10. Volkskammer und letztes Staatsoberhaupt der DDR, Bundesministerin a. D. und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft e. V.), Dr. Gregor Gysi (Mitglied der 10. Volkskammer und Mitglied des Deutschen Bundestages) und Markus Meckel (Mitglied der 10. Volkskammer und letzter Außenminister der DDR).
Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Mauer-Mahnmal).
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forum W“ der Abteilung Außenbeziehungen, Europa und Analyse diskutieren die Historikerin Sonja Levsen (Tübingen), der Politikwissenschaftler Jens Hacke (Hamburg) und der Staatsrechtler Christoph Schönberger (Köln).
Das interdisziplinäre wissenschaftliche Streitgespräch widmet sich der bewegten Vergangenheit und herausfordernden Zukunft dieses Staatsmodells in Deutschland. Ort: Veranstaltungsfoyer des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses (MELH).
Bild: Foto der Veranstaltung im Deutschen Bundestag
Das Stück „Andersland“ behandelt die Themen Demokratie und Mitbestimmung. Es dient als Einstieg, um mit Kindern über die lokale Demokratiegeschichte zu sprechen. Im historischen Rathaus erfahren sie, dass eine Demokratie wachsen muss und dass sie nur gemeinsam lebendig bleibt. Nach der Aufführung können die Schüler*innen den Großen Rathaussaal kennenlernen und dem Bürgermeister Fragen stellen. Lehrkräfte erhalten Begleitmaterial. Zwei Aufführungen: 10:45 und 12:15 Uhr (c) Stadt Minden
Unser Haus verfügt seit einiger Zeit über einen Fotoschatz aus den Zeiten der Bonner Republik die dem Gustav-Stresemann-Institut (GSI) von den Bonn-/Berliner Gastronomen der „Ständigen Vertretung (StäV)“ zur Verfügung gestellt wurde. Die in den Räumlichkeiten des GSI gezeigte Ausstellung bietet viele Impulse zum Austausch und zur Reflexion. Welche Erinnerungen haben wir ggf. selber noch an die Zeit? Wie nehmen wir die Fotos heute wahr? Welche Vorstellungen haben wir von der politischen Landschaft damals? Und wie unterscheiden sich die Eindrücke von der
politischen Kommunikation heute?
Foto: Gustav-Stresemann-Institut (Fotografin: Bernadett Yehdou, Bonn)
In der Schule lernen wir, dass die Anfänge der Demokratie im antiken Griechenland liegen. Damit fußt unser Denken über Mitbestimmung, Teilhabe und Öffentlichkeit auf einer mehr als 2000 Jahre alten Geschichte. Doch wie demokratisch war die „Musterdemokratie“ in Athen um 500 v.Chr. aus unseren Schulbüchern nach unserem heutigen Verständnis eigentlich? Diese Führung anlässlich des Tages der Demokratiegeschichte betrachtet die Anfänge im alten Griechenland und schlägt den Bogen in die Gegenwart.
Der Stadtschüler:innenrat Frankfurt am Main lädt ein: Wir werden gemeinsam mit fachkundiger Begleitung die Paulskirche besichtigen, ihre Gestalt und ihre Geschichte kennenlernen. Hierbei wird ein besonderer Fokus auf die Bedeutung und das Fortwirken dieses Ortes deutscher Demokratiegeschichte in die heutige Zeit für Schülerinnen und Schüler gelegt werden.
Die Führung ist kostenlos, der Eintritt ist frei. Treffpunkt: vor dem Eingang der Paulskirche (Paulsplatz 11),
Eine Veranstaltung des Stadtschüler:innenrats Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Bürgerverein Demokratieort Paulskirche e.V.
Gera – zusammen verbunden: Forum Demokratie & Stadtgesellschaft – ein Beitrag der Bibliothek Gera zum bundesweiten Tag der Demokratiegeschichte. In seinem Vortrag „Fakten und Alltag“ beleuchtet der Autor und Fotograf Frank Rüdiger eher unbekannte Fakten und Ereignisse aus der Geschichte der Stadt Gera. Das Spektrum reicht dabei von der Politik, über die Wirtschaft und Kultur bis hin zum Alltag der Menschen in der ostthüringischen Stadt.
Einen Ort der Demokratiegeschichte live erleben! Der Friedhof der Märzgefallenen wurde von den Aufständischen der Berliner Märzrevolution für die gefallenen Barrikadenkämpfer:innen geschaffen. Seit 1848 finden an diesem einzigartigen Ort Gedenkfeiern statt, werden Freiheits- und Menschenrechte eingefordert und der gefallenen Revolutionär:innen gedacht.
Zwei Termine: 12 Uhr und 15 Uhr
Der Verfassungskonvent von Herrenchiemsee 1948 hat die Grundlage für das Grundgesetz geschaffen und damit Maßstäbe auch für unsere heutige Demokratie gesetzt. Doch wie erklärt man komplexe Grundbegriffe wie Rechtsstaat so, dass sie alle verstehen? Was sollten wir von der Geschichte der Demokratie wissen und wie können wir heute die Demokratie gegen ihre Feinde schützen?
Interviews, thematische Führungen/Aktionen im und um das Verfassungsmuseum auf Herrenchiemsee mit Fokus auf Mittelschulklassen.
Auch die Campusbibliothek für Informatik und Mathematik Saarbrücken beteiligt sich mit einer Aktion am diesjährigen Tag der Demokratiegeschichte! Wir haben für Sie Infos zu den Ereignissen des 18. März zusammengestellt, außerdem Poster – und Informationsmaterial zum heutigen parlamentarischen System in Deutschland (Wahl, Gewaltenteilung, Grundrechte) bereit. Das Material haben wir zum größten Teil von der Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung bezogen. Studierende können sich in in deutscher und englischer Sprache zu den Themen Demokratie und aktive Teilhabe informieren.
Bei der Veranstaltung des Geschichtsvereins Nierstein e.V. wird sich die Podiumsrunde mit neuen Wegen in Comicform, über das Smartphone und in Schulen befassen. Was ist das Besondere an Cornelia Kandlers Graphic Novel „Anna und die Mainzer Republik“. Auf die Spuren von Demokratie und Freiheit in Nierstein begeben sich Hans-Peter Hexemer und Jochen Werner und zeigen wie „History für Handy“ funktioniert. Interessante neue Projekte im Geschichtsunterricht stellt der Geschichtslehrer Jörg Adrian vor.
Der renommierte Historiker Norbert Frei stellt seine Adenauer-Biographie vor. Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus. Nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust bildet er die erste Bundesregierung. Er verankert die von außen gestiftete Demokratie im Westen und legt die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die dort auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert. Aber er nimmt auch die deutsche Teilung in Kauf und ermöglicht Millionen Landsleuten ein Beschweigen ihrer Vergangenheit.
Dr. Norbert Frei ist Professor em. für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Autor von Standardwerken wie „Vergangenheitspolitik“ und „Der Führerstaat“. Anmeldung erbeten unter vhs[at]recklinghausen.de
In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Kreis Recklinghausen, dem Verein für Orts- und Heimatkunde, der GEE-Pädagogischen Akademie und dem Theodor-Heuss-Gymnasium.
Foto: Verlag C.H. Beck
Besuchen Sie den Kohl Salon und lernen Sie Helmut Kohl und die Herausforderungen seiner Regierungszeit kennen. Sie erwartet eine Fotografie-Ausstellung mit Arbeiten von Konrad-Rufus-Müller und Barbara Klemm, eine Medienstation, die Ihnen den Menschen und Staatsmann Helmut Kohl vorstellt, und ein filmischer Rückblick auf die 16-jährige Kanzlerschaft. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bild: © Bundesregierung / Wienke
Unsere Veranstaltung zum Tag der Demokratiegeschichte wendet sich an Familien und alle Interessierten. Im Workshop „Mein eigenes Demokratieverständnis“ setzen wir uns im offenen Austausch mit persönlichen Zugängen zur Demokratie auseinander. Auch unsere Bürgermeisterin beteiligt sich am Gespräch und steht für Fragen rund um demokratische Prozesse und Beteiligungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein familienfreundlicher Vortrag zur Demokratiegeschichte eröffnet anschließend historische Perspektiven. In kreativen Formaten wie Malen, Schreiben oder Interviews verbinden die Teilnehmenden ihre persönliche Familiengeschichte mit der Demokratiegeschichte. So entsteht ein lebendiger Zugang zu Demokratie als Teil der eigenen Biografie und gemeinsamen Verantwortung.
Die Veranstaltung findet im Mehrgenerationenhaus Spillmannsweg 14 statt.
Der Beitrag von Frauen für die Demokratieentwicklung ist in der historischen Forschung lange kaum gewürdigt worden. Bianca Walther leistet mit ihrer niedrigschwelligen Bildungsarbeit auf Instagram und in ihrem Podcast Frauen von Damals einen wertvollen Beitrag, um die Entstehung der Demokratie in Deutschland umfassend zu beleuchten. In Gütersloh stellt sie ihre Forschung zu Frauen in der Demokratiebewegung vor – von ihren Anfängen 1848 bis zum Frauenwahlrecht 1919.
In Erinnerung Hans und Sophie Scholl, widmeten sich Inge Scholl und Otl Aicher dem Wiederaufbau eines demokratischen Gemeinwesens in der 1949 gegründeten BRD und bauten gemeinsam mit Max Bill die 1953 gegründete Hochschule für Gestaltung auf. Eines ihrer Ziele war es, die Studierenden zu verantwortungsvollen Personen auszubilden. Die Führung erläutert anhand der Architektur und weiterer Beispiele, wie Gestaltung zu einer besseren Umwelt und zu einer größeren Zufriedenheit der Menschen beiträgt.
Führung im Dialog: Dr. Martin Mäntele und Viktoria Heinrich M.A., HfG-Archiv. Treffpunkt: Kasse HfG-Archiv, 3. Obergeschoss
Dauer: ca. 60 Minuten. Runde 1: 13:00 Uhr, Runde 2: 17:00 Uhr. Kosten: Eintritt frei, Führung: 3 €.
Bild: Campus der HFG 1955, Otl Aicher (c) Florian Aicher, Berlin / HfG-Archiv Museum Ulm
Wie stabil ist unsere Demokratie – und wie schnell kann sie brüchig werden? Vom Kampf um Wahlrecht und Meinungsfreiheit bis zu historischen Einschnitten wie der Märzrevolution 1848, dem Kapp-Putsch 1920 und der freien Volkskammerwahl 1990: Der 18. März steht wie kaum ein anderes Datum für Wendepunkte der deutschen Demokratiegeschichte. Gemeinsam mit Prof. Florian Hartmann werfen wir einen Blick auf historische Prozesse der Entdemokratisierung – und fragen, was wir daraus für die Gegenwart lernen können.
Ort: Zentralbibliothek der UB der RWTH Aachen, 3. Etage. Keine Anmeldung notwendig – einfach vorbeikommen und zuhören!
Bild: Cesare Maccari: Cicero vor dem römischen Senat (Ausschnitt)
Ellen von Rennenkampff: Sternstunden der Demokratiegeschichte. Rundgang durch die Dauerausstellung „Der Wille zu Freiheit und Demokratie. Der Verfassungskonvent von Herrenchiemsee 1948“
Vom 10. bis 23. August 1948 trafen sich im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift Herrenchiemsee rund 30 Bevollmächtigte und Experten der drei westlichen Besatzungszonen. Der „Verfassungskonvent von Herrenchiemsee“ erarbeitete die Grundlinien für das Grundgesetz.
Das Museum im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift beschäftigt sich am authentischen Ort mit den verschiedenen Perspektiven der Zeit bis 1948 und – in einem großen Schritt – bis heute, mit Leitfragen, die nach dem Zweiten Weltkrieg und für die Beratungen prägend waren. Wer zum Beispiel hat überhaupt über die Verfassung zu bestimmen? Wie soll man mit einer Spaltung des Landes und Kontinents umgehen, welche Lektionen aus den Übeln der jüngsten Vergangenheit ziehen?
Dauer: 60 Min., Kosten: 3.-/Teilnehmer plus Eintritt, Treffpunkt: Kasse Altes Schloss. Beschränkte Teilnehmerzahl, Anmeldung an der Kasse Altes Schloss erforderlich (08051 6887 400)
Sonderöffnung der Königsteiner Burg am 18. März 2026 von 14 bis 17 Uhr mit der Ausstellung „Auf dem Weg zur modernen Demokratie. Die Mainzer Republik“. Eintritt frei!
Die Mainzer Republik war der erste Versuch, demokratische Strukturen auf deutschem Boden zu etablieren. Unter der Führung des Mainzer Jakobinerclubs wurde am 18. März 1793 eine Republik nach französischem Vorbild ausgerufen. Die neuen Machthaber setzten auf Volksversammlungen, die Schaffung demokratischer Gremien und die Abkehr von feudalen Strukturen.
Dieser Aufbruch war jedoch nur von kurzer Dauer: Bereits im Juli 1793 wurde die Republik durch ein preußisch-österreichisches Heer zerschlagen. Zahlreiche Köpfe und Unterstützer dieser Mainzer Republik waren darauf zwischen April 1793 und September 1795 auf der Festung Königstein inhaftiert, darunter auch Frauen wie etwa Caroline von Schelling (1763-1809).
Die Ausstellung wird vom 18, März bis zum 20. April an Wochenenden (Sa., So. 10-17 Uhr) weiterhin auf der Königsteiner Burg gezeigt.
Montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr ist die Ausstellung im Königsteiner Rathaus zu sehen. Eintritt frei. Schulklassen und andere interessierte Gruppen können sich gern im Rathaus für Sondertermine melden.
Die Entstehung der Demokratie und die Entwicklung zur wehrhaften Demokratie, wie wir sie heute kennen, war ein langer Weg. Diesen zeichnen wir mit Jugendlichen in einem spannenden Workshop nach und diskutieren die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit demokratischen Strukturen.
Hier finden Sie Bilder von Veranstaltungen rund um den Tag der Demokratiegeschichte 2026.
Wir danken allen, die eine Veranstaltung besucht, veranstaltet, organisiert oder unterstützt haben!
Robert Blum, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung 1848
Der 18. März ist ein bedeutendes Datum der deutschen Demokratiegeschichte. Am 18. März 1793 erklärt der rheinisch-deutsche Nationalkonvent die Volkssouveränität und gründet somit die Mainzer Republik, ein frühes Beispiel teil-demokratischer, parlamentarischer Selbstverwaltung. 55 Jahre später, am 18. März 1848, führen Barrikadenkämpfe in Berlin zur Märzrevolution in Preußen. Damit erreicht der Kampf um politische Mitbestimmung einen ersten Höhepunkt. Am 18. März 1920 scheitert nach einem reichsweiten Generalstreik der Kapp-Putsch gegen die junge Weimarer Republik endgültig. Der 18. März 1990 markiert im Zuge der Friedlichen Revolution die erste und einzige freie Wahl zur Volkskammer der DDR. Der 18. März eignet sich daher wohl wie kein anderer Tag, um an die wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland zu erinnern.
Am 18. März 1793 erklärt der rheinisch-deutsche Nationalkonvent die Volkssouveränität und begründete die „Mainzer Republik“. Die Mainzer Republik ist ein frühes Beispiel teil-demokratischer, parlamentarischer Selbstverwaltung. 126 Städte und Gemeinden links des Rheins und südlich der Nahe entsandten insgesamt 128 Abgeordnete in den Konvent. Unter französischem Schutz existierte die Mainzer Republik bis Juli 1793 auf dem linksrheinischen Gebiet.
Das Jahr 1848 ist ein Jahr der revolutionären Erhebungen in Europa. Nachdem das französische Volk im Februar aufsteht und zum zweiten Mal die Republik ausruft, springt der revolutionäre Funke im März auf Ungarn, Italien und Deutschland über. Am 18. März kommt es in Mailand zum „Fünf-Tage-Aufstand“, parallel in Berlin zu Barrikadenkämpfen mit 270 Toten, darunter auch Frauen und Kinder. Am 22. März werden die „Märzgefallenen“ unter größter Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. König Friedrich Wilhelm IV. verneigt sich vor den Toten, beruft liberale Politiker in seine Regierung und verspricht, sich für die Einheit Deutschlands einzusetzen.
Am 18. März 1990 wird zum letzten Mal die Volkskammer der DDR gewählt. Diese Wahl ist zugleich die erste und einzige freie Wahl zur Volkskammer, die bis dahin nur zur Absicherung der Vorherrschaft der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) diente. Die Wahlbeteiligung betrug 93,4 %. Sieger war das Wahlbündnis „Allianz für Deutschland“, bestehend aus der ehemaligen Blockpartei CDU, der neu gegründeten Deutschen Sozialen Union (DSU) und dem Demokratischen Aufbruch (DA). Die friedliche Revolution hatte gesiegt, die Diktatur war beendet, der Weg zur Einheit in Freiheit stand offen.
Demokratiegeschichte ist ein Prozess, der voller Konflikte und Widersprüche steckt. Die deutsche Demokratiegeschichte ist dabei eng verwoben mit der europäischen und weltweiten Geschichte der Demokratie. Ein gemeinsames geschichtliches Bewusstsein trägt zur Identitätsbildung bei und kann ein verbindendes Element einer pluralen, offenen Gesellschaft sein.
Wer weiß, was war und die Geschichte kennt, kann die Zukunft erfolgreich aktiv mitgestalten. Denn Erfolge und Misserfolge vergangener Generationen zeigen uns immer wieder, was es bedeutet, für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit einzustehen. Historische Vorbilder führen vor Augen, dass jede und jeder Einzelne etwas bewegen kann. Zugleich enthält unsere Demokratiegeschichte den Auftrag zu einer schonungslosen Auseinandersetzung mit der stets mehrdeutigen Vergangenheit.
Wer weiß, was war, kann Zukunft besser mitgestalten. Mit dem Tag der Demokratiegeschichte gibt es erstmals einen bundesweiten Aktionstag für die Geschichte unserer Demokratie. Ereignisse und Prozesse unserer Freiheits-, Verfassungs- und Parlamentsgeschichte sind von hoher erinnerungspolitischer Bedeutung. Gerade in Zeiten, in denen unsere freiheitliche Demokratie Zweifeln und Gefährdungen ausgesetzt ist, bilden sie eine wichtige Orientierung für unser gesellschaftliches und politisches Zusammenleben.
Der Tag wendet sich an alle Menschen, die in Deutschland leben und denen freiheitliche Demokratie etwas bedeutet. Menschen, die Anteil nehmen, sich einbringen und beteiligen. Menschen, die besser verstehen wollen, woher die Demokratie des Grundgesetzes kommt und worauf sie sich historisch gründet.
Der Tag der Demokratiegeschichte ist der 18. März. Im Jahr 2027 fällt dieser Tag auf einen Donnerstag. Der Aktionszeitraum schließt das darauffolgende Wochenende mit ein. Veranstaltungen zum Tag der der Demokratiegeschichte gibt es also von Donnerstag, dem 18. März bis Sonntag, den 21. März.
Veranstaltungen zum Tag der Demokratiegeschichte finden an vielen Orten statt: An historischen Orten der Demokratiegeschichte wie dem Hambacher Schloss, dem Berliner Friedhof der Märzgefallenen oder der Frankfurter Paulskirche, aber auch in Parlamenten, Rathäusern, Stadt- und Staatsarchiven, Museen, Bibliotheken, Theatern, auf Markt- und Stadtplätzen, in Schulen, Jugendzentren, in Gasthäusern, Dorfgemeinschaftshäusern und Vereinsheimen.
Rund um den Tag der Demokratiegeschichte gibt es vieles zu entdecken: Führungen, Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Diskussionen, Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Erzählcafés, Theater, Filme, Konzerte und künstlerische Aktionen. Die Angebote richten sich an eine breite Öffentlichkeit, für jeden ist etwas dabei. Spezielle Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien sind besonders gekennzeichnet.
Ja, kommen Sie und seien Sie dabei! Die meisten Veranstaltungen sind frei zugänglich. Bei einzelnen Veranstaltungen ist die Zahl der Plätze allerdings begrenzt. Die Mailadresse, unter der Sie sich jeweils anmelden können, finden Sie auf dieser Seite im Veranstaltungsverzeichnis.
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist in den allermeisten Fällen kostenfrei. Wenn ausnahmsweise Eintritt erhoben wird, weisen wir in den Veranstaltungsbeschreibungen darauf hin.
Für den Tag der Demokratiegeschichte 2027 können Sie ab dem 1. September 2026 Veranstaltungen anmelden – per E-Mail an: kontakt(at)tdg2027.de.
Ab diesem Tag können auch Anträge auf Förderung von Veranstaltungen gestellt werden. Der Antragszeitraum für die Förderung endet am 1. November 2026. Für Veranstaltungen, die keine finanzielle Förderung durch die Stiftung benötigen, bitten wir um Anmeldung bis zum 31. Januar 2027.
2027 können Sie als Veranstalter teilnehmen, wenn Sie Ihre Veranstaltung per E-Mail unter kontakt(at)tdg2027.de im Voraus anmelden. Die Anmeldung von Veranstaltungen ist online bis zum 31. Januar 2027 (23,59 Uhr) möglich. Das Anmeldeformular finden Sie im Bereich „Für Veranstaltende“ auf dieser Seite.
Gemeinnützige juristische Personen können bei Bedarf eine Mikroförderung von bis zu 1.500€ durch die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte beantragen. Nutzen Sie dazu die zusätzlichen Blätter („Förderung“ und „Finanzierungsplan“) im Anmeldeformular. Achtung: Anträge auf Förderung müssen bereits bis zum 01. November 2026 (23:59 Uhr) eingesandt werden.
Die Veranstaltung sollte öffentlich zugänglich sein und sich gezielt mit der Geschichte der Demokratie in Deutschland auseinandersetzen. Das geht besonders gut bei Veranstaltungen, die sich auf konkrete Orte der Demokratiegeschichte beziehen oder auf Personen, die für uns heute noch oder wieder Vorbild, Inspiration und Ermutigung sein können. Die Veranstaltung sollte dazu einladen, gemeinsam über unsere Demokratie, ihre Voraussetzungen und Perspektiven nachzudenken, gemeinsam Demokratie zu feiern, aber auch zu ihrer Stärkung und Verteidigung ermutigen.
Antragsberechtigt sind ausschließlich gemeinnützige juristische Personen des privaten sowie juristische Personen öffentlichen Rechts jeweils mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland. Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind nicht antragsberechtigt. Sie können aber als Kooperationspartner an Projekten teilnehmen oder über ihre Fördervereine Anträge einreichen.
Mein Projekt muss inhaltlich förderwürdig sein, d.h. sich auf Demokratiegeschichte fokussieren und im Aktionszeitraum vom 18. bis 21. März 2027 stattfinden. Die Veranstaltung soll öffentlich bekannt gemacht und kostenlos zugänglich sein. Der Finanzierungsplan muss zur Projektbeschreibung passen. Die Ausgaben für das Projekt müssen nachvollziehbar und wirtschaftlich sein. Allgemeine Hinweise finden Sie in den Fördergrundsätzen der Stiftung.
Bei der finanziellen Förderung zum Tag der Demokratiegeschichte können nur Sachmittel mit Projektbezug beantragt und gefördert werden. Dazu zählen z. B. Honorare, Reisekosten, Materialien und Gegenstände. Ausgaben für angestelltes Personal sowie Grundausstattung können nicht finanziell gefördert werden. Ausgaben für Catering sind nur im Ausnahmefall förderfähig.
Es ist ein Eigenanteil in Form von Barmitteln, Sachleistungen, Drittmitteln oder ehrenamtlicher Eigenleistung einzubringen.
Der Einsatz von fest angestelltem Personal kann nicht als Eigenleistung angerechnet werden.
Das Formular finden Sie hier. Bei Fragen zum inhaltlichen Teil wenden Sie sich bitte an Kontakt@tdg2027.de. Bei Fragen zum finanziellen Teil wenden Sie sich bitte an Rechnungseingang.SODG@dnb.de.
Wir prüfen Ihren Förderantrag inhaltlich und rechnerisch. Bei Klärungsbedarf kommen wir mit Rückfragen zum Antrag und zum Finanzierungsplan auf Sie zu. Wenn wir Ihr Projekt fördern können, erhalten Sie sobald wie möglich einen Zuwendungsbescheid von uns.
Die Einreichungsfrist für Förderanträge ist bis zum 1. November 2026, 23:59 Uhr.
Der Bewilligungszeitraum für die Durchführung des Projekts beginnt am 1. Januar 2027 und endet am 31. März 2027.
Der Mittelabruf ist der Weg, über den Sie die bewilligten Fördermittel von der Stiftung erhalten. Der Mittelabruf erfolgt in wenigen Schritten:
Wichtig: Der Mittelabruf muss innerhalb der Projektlaufzeit eingereicht werden. Den Zeitpunkt des Mittelabrufs können Sie innerhalb der Projektlaufzeit grundsätzlich flexibel wählen.
Nach Eingang der Mittel auf Ihrem Konto gilt eine 6-Wochen-Frist: Die abgerufenen Mittel müssen innerhalb von sechs Wochen nach Kontoeingang ausgegeben werden. Nicht fristgerecht verausgabte Mittel können zu Zinsen führen.
Der Verwendungsnachweis besteht aus zwei Teilen:
Sachbericht: Beschreiben Sie, wie das geförderte Projekt durchgeführt wurde und welche Ergebnisse erzielt wurden.
Zahlenmäßiger Verwendungsnachweis: Stellen Sie die bewilligten und tatsächlich entstandenen Ausgaben gegenüber.
Für beide Teile stellt die Stiftung entsprechende Vorlagen zur Verfügung.
Da es sich um eine Festbetragsfinanzierung handelt, müssen Belegliste, Einzelbelege und Verträge grundsätzlich nicht mit dem Verwendungsnachweis eingereicht werden. Diese sind nur im Rahmen einer vertieften Prüfung auf Rückfrage der Stiftung vorzulegen.
Wichtig: Die tatsächlichen Gesamtausgaben müssen mindestens die Höhe der von der Stiftung bewilligten Förderung erreichen. Ist dies nicht der Fall, sind die nicht zweckentsprechend verwendeten Fördermittel zurückzuzahlen.
Änderungen gegenüber dem bewilligten Projekt müssen der Stiftung unverzüglich mitgeteilt werden.
Je nach Art und Umfang der Änderung kann eine vorherige Zustimmung der Stiftung erforderlich sein. Dies betrifft insbesondere wesentliche Änderungen des Projekts, des Finanzierungsplans oder des Bewilligungszeitraums.
Wichtig: Nehmen Sie wesentliche Änderungen nicht eigenständig vor, sondern stimmen Sie diese vorher mit der Stiftung ab.
Eine wesentliche Änderung liegt beispielsweise vor, wenn die tatsächlichen Projektkosten deutlich niedriger ausfallen als geplant.
Der nächste Tag der Demokratiegeschichte ist der 18. März 2027.
Der Tag der Demokratiegeschichte findet jährlich statt –
am 18. März und dem darauf folgenden Wochenende.
Bis zum 31. Januar 2027 (23:59 Uhr) können Sie Ihre Veranstaltung anmelden. Nutzen Sie dazu das unten bereitgestellte Anmeldeformular (blau unterlegte Eingabefelder im Formular).
Gemeinnützige juristische Personen können außerdem bei Bedarf eine Mikroförderung von bis zu 1.500€ beantragen. Nutzen Sie dazu im unten bereitgestellten Anmeldeformular die zusätzlichen Blätter „Förderung“ und „Finanzierungsplan“ (grün unterlegte Eingabefelder im Formular). Die Anmeldefrist für Förderanträge endet am 01. November 2026, 23:59 Uhr.
Sie möchten sich beteiligen, wissen aber noch nicht genau, wie? Sie haben Rückfragen? Senden Sie uns eine Mail, wir beraten Sie gern!
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